NTH-Forschungsprojekte

Forschungsplattform „Entsorgungsoptionen für radioaktive Reststoffe: Interdisziplinäre Analysen und Entwicklung von Bewertungsgrundlagen“
Beteiligte Universitäten: TU BS, TU C, LUH
Die Entsorgung radioaktiver, insbesondere Wärme entwickelnder radioaktiver Reststoffe hat sich in Deutschland zu einem Themenkomplex ausgeweitet, der nicht mehr allein durch
technisch-naturwissenschaftliche Ansätze gelöst werden kann. Zum einen besteht eine Vielzahl denkbarer Entsorgungsoptionen und –varianten. Zum anderen erfordern die sich hieraus ergebenden gesellschaftlichen, rechtlichen und ethischen Aspekte die
Notwendigkeit einer umfassenden Bewertung. Hier setzt die NTH-Forschungsplattform „Entsorgungsoptionen für radioaktive Reststoffe: Interdisziplinäre Analysen und Entwicklung von Bewertungsgrundlagen“ an. Sie zielt auf eine Förderung des wissenschaftlichen Austauschs und der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen mit der Entsorgung radioaktiver Reststoffe befassten Natur-, Ingenieur-, Geistes-, Rechts-, und Sozialwissenschaftlern, auf die Durchführung einschlägiger Forschung sowie auf eine disziplinäre und interdisziplinäre Aus- und Weiterbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dieser Ansatz ermöglicht eine ganzheitlichen Beurteilung von Fragen der Entsorgung radioaktiver Reststoffe unter Berücksichtigung der Diskussionen und Prozesse in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik sowie aktueller Entwicklungen. (mehr)
Mit insgesamt 5,5 Millionen Euro fördern der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Niedersachsen seit März 2011 den NTH-Forschungsverbund „Hochleistungsproduktion von CFK-Strukturen“. Das Verbundprojekt ist angesiedelt im seit Herbst 2010 bestehenden Forschungszentrum „CFK-Nord“ in Stade. Die Stadt ist heute der größte europäische Fertigungsstandort für Leichtbaustrukturen aus Carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK).

NTH-Verbundprojekt Hochleistungsproduktion von CFK-Strukturen
Beteiligte Universitäten: TUBS, TUC, LUH
Je weniger ein Auto, ein Flugzeug oder ein Schiff wiegt, desto weniger Energie verbraucht es zur Fortbewegung. Gleichzeitig verursacht es weniger Emissionen. Ein leichter Baustoff muss allerdings auch den Ansprüchen an die Haltbarkeit genügen. Eine deutlich leichtere und dennoch sehr feste und steife Alternative zu herkömmlichen Leichtmetallen wie Aluminium oder Titan sind Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK), die als Schlüsseltechnologie einen wahren Siegeszug angetreten haben. Auch die NTH beschäftigt sich mit diesem Thema. Am Standort Stade betreibt sie den Forschungsverbund „Hochleistungsproduktion von CFK-Strukturen“. Ziel ist, eine durchgängige Lösung für eine wirtschaftliche und prozesssichere Fertigung von kohlenstoffverstärkten Kunststoffbauteilen in der Luftfahrttechnik zu erarbeiten. (mehr)
Seit dem 01.07.2010 ist das dritte NTH-Top-Down-Projekt an den Start gegangen. Das Verbundprojekt „Strategien und Methoden des Life-Cycle-Engineerings für Ingenieurbauwerke und Gebäude“ wird aus Mitteln der Niedersächsischen Technischen Hochschule mit einer Laufzeit von 2,5 Jahren und einer Summe von insgesamt 2,5 Mio. Euro gefördert.

Strategien und Methoden des Life-Cycle-Engineerings für Ingenieurbauwerke und Gebäude
Beteiligte Universitäten: TUBS, LUH
Wie lange halten unsere Brücken? Wie stark sind die Deiche vor unseren Küsten? Wann wird die Bausubstanz einer Industrieanlage marode? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das NTH-Verbundprojekt, in dem Bauingenieure der Universitäten Hannover und Braunschweig gemeinsam Strategien und Methoden für ein für das Lebensdauermanagement von Gebäuden und Bauwerken entwickeln wollen. Basierend auf dem aktuellen Zustand von Bauwerken und mit Hilfe einer Bauwerküberwachung soll eine Abschätzung des Verhaltens in der Zukunft vorgenommen werden. Die erwartete Entwicklung wird in so genannten Prognosemodellen beschrieben. Dabei wollen die Ingenieure mittels integrativer Modellansätze alle wichtigen Prozesse und Randbedingungen einbeziehen, die die Lebens- und Nutzungsdauer entscheidend beeinflussen. (mehr)
Neun Bottom-up-Projekte wurden in der 1. Förderperiode genehmigt und sind inzwischen abgeschlossen. Die Fördersumme für die interdisziplinären Forschungsvorhaben war auf zwei Jahre angelegt und betrug insgesamt rund 3,22 Millionen Euro.
Die einzelnen Projekte erhielten finanzielle Zuwendungen zwischen 280.000 und 440.000 Euro. Der Ansatz, Forschungsprojekte aus der Basis heraus zu entwickeln, fördert die Grundidee der NTH: aus konkurrierenden Wissenschaftlern der drei Hochschulen Partner im Wettbewerb um Fördergelder zu machen.

Entwicklung keramischer Hochflussmembranen guter CO2-Verträglichkeit zur Sauerstoffabtrennung
Beteiligte Universitäten: TUBS, TUC, LUH
Keramikmembranen können den Sauerstoff aus der Luft abfiltern. Reiner Sauerstoff ist wichtig für medizinische Zwecke wie die Beatmung von Patienten oder auch für die Neutralisierung des Treibhausgases Kohlendioxid aus industriellen Prozessen. Bislang sind die zur Verfügung stehenden Materialien aber entweder zu anfällig gegenüber dem in der Luft vorhandenen CO2 oder zu wenig sauerstoffdurchlässig. Das NTH-Projekt soll neue Materialien entwickeln, die diese Nachteile nicht mehr aufweisen und somit haltbarer und effektiver sind. (mehr)

Innovative Methoden zur Synthese von Naturstoffen und deren Analoga
Beteiligte Universitäten: TUBS, LUH
Biotechnologische Verfahren im Repertoire der Synthesechemie zu etablieren lautet der Ansatz des Bottom-up-Projektes. In Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig verwenden Chemiker der TU Braunschweig und der Leibniz Universität Hannover die Biosynthesemaschinerie von Myxobakterien, um bislang unbekannte Varianten von Naturstoffen herzustellen. Diese stehen im Fokus der Wissenschaft, weil sie sich als Ausgangsstoffe für die Entwicklung von neuen Medikamenten, Duftstoffen oder Pflanzenschutzmitteln eignen könnten. (mehr)

Grundlegende Technologien für die Hochaufladung von Fahrzeugmotoren
Beteiligte Universitäten: TUBS, TUC, LUH
Weniger Kraftstoffverbrauch, weniger CO2-Belastung, kleinere Motoren und dennoch eine gleichbleibende Fahrleistung – dieser Herausforderung stellen sich die Automobilhersteller. Wesentliche Ergebnisse in der Grundlagenforschung will dafür das NTH-Projekt unter Zusammenarbeit dreier Maschinenbauinstitute der Mitgliedshochschulen liefern. (mehr)

Multivariante Modellierung in Finanz- und Versicherungsmathematik
Beteiligte Universitäten: TUBS, LUH
Wenn Finanzdienstleister Kredite geben, wenn Versicherungen für mögliche Schadenfälle haften, gehen sie bei ihren Geschäften mitunter auch selbst Risiken ein. Diese auf Grundlage mathematischer Berechnungen genauer vorhersagen zu können, ist Ziel der Kooperation zwischen Wissenschaftlern der TU Braunschweig und der Leibniz Universität Hannover. Dafür vergleichen die Mathematiker verschiedene bekannte Berechnungsmodelle und analysieren die unterschiedlichen Risikotypen. Aus diesen Erkenntnissen wollen sie schließlich neue Methoden und Berechnungsverfahren entwickeln, die dann Risiken besser abzuschätzen helfen. (mehr)

GEOMIMETIK – Übertragung von Geoprozessen in materialtechnische Anwendungen für Energie und Umwelt
Beteiligte Universitäten: TUC, LUH
Die Natur ist für die Forschung oft der beste Ideenpool. Auch die Geomimetik nutzt das Vorbild natürlicher geochemischer Prozesse und Systeme, um innovative Materialien zu entwickeln und Verfahrenstechniken zu verbessern. Dieser Forschungsansatz zielt darauf ab, die Haltbarkeit von Gläsern zu verbessern. So sollen möglichst korrosionsresistente Materialien entwickelt werden, die vor allem in der solaren Energiegewinnung und der solaren Trinkwassergewinnung aus Meerwasser an Bedeutung gewinnen. (mehr)

Hydraulische Prozesse und Eigenschaften partiell hydrophober Böden
Beteiligte Universitäten: TUBS, LUH
Die oberflächennahe Bodenzone besteht aus einer komplexen Mischung von mineralischen und organischen Bodenpartikeln. Dazwischen befinden sich teils wasser-, teils luftgefüllte Poren. Sie bilden den Lebensraum für Mikroorganismen und Pflanzenwurzeln, die wichtig für das Ökosystem sind. Der Wasserstatus dieser Bodenschicht beeinflusst die Stoff- und Energieumsetzungen. Er ist von der Benetzbarkeit der Bodenpartikel abhängig, einem Faktor, der noch weitgehend unerforscht ist. Die genaue Kenntnis ist jedoch erforderlich, um gesicherte Aussagen über die Grundwasserneubildung, die Hochwassergefahr oder auch die Klimafolgen treffen zu können. Das Kooperationsprojekt soll durch eine Kombination von Messungen und Berechnungen ein geeignetes numerisches Verfahren entwickeln, das künftig genaue Vorhersagen erlaubt. (mehr)

Radar-based Spatial Monitoring (RaMon) – Radargestützte Erfassung geometrischer Veränderungen und Modellierung des dynamischen Verhaltens von Geoobjekten in der Energierohstoffgewinnung und Energieversorgung
Beteiligte Universitäten: TUBS, TUC, LUH
Mit Radartechnik lassen sich Entfernungen und Geschwindigkeiten sehr präzise messen. Mit Radarsensoren in der Erdumlaufbahn kann man durch Anwendung interferometrischer Methoden auch erfassen, wo und wie sich der Erdboden bewegt. Das ist wichtig für die Erforschung von Erdbeben, Vulkanen oder die Analyse von Hangrutschungen. Die Interpretation der gesammelten Messdaten ist jedoch fehlerbehaftet. Im RaMon-Projekt sollen daher die Auswertemethoden für Radardaten weiterentwickelt werden, um die Aussagekraft und Qualität der Radartechnologie zu verbessern. (mehr)

Planen und Entscheiden in Netzwerken autonomer Akteure im Verkehr (PLANETS)
Beteiligte Universitäten: TUBS, TUC, LUH
Schneller und sicherer ankommen – so lautet wohl der erklärte Wunsch aller, die mit einem Fahrzeug unterwegs sind. Verkehrsablauf und Verkehrssicherheit können maßgeblich verbessert werden, indem Verkehrsmanagement, Fahrzeuge und Infrastruktur sinnvoll miteinander vernetzt werden. Hier ist Interdisziplinarität gefragt: Neben moderner Kommunikationstechnik sollen Methoden der Wirtschaftsinformatik das Verkehrsmanagement unterstützen, effektiver Einfluss auf den Verkehr zu nehmen, und zwar sowohl auf einzelne Verkehrsteilnehmer als auch auf Gruppen von Verkehrsteilnehmern. Dafür werden im Projekt PLANETS innovative Methoden zum dynamischen Verkehrsmanagement entwickelt. (mehr)

Die Untersuchung von Austauschprozessen an der Obergrenze der atmosphärischen Grenzschicht mit innovativen experimentellen und numerischen Verfahren
Beteiligte Universitäten: TUBS, LUH
Die Austauschprozesse am Oberrand der atmosphärischen Grenzschicht besser zu verstehen, ist Ziel der Forschungskooperation vom Institut für Meteorologie und Klimatologie der Leibniz Universität Hannover und des Instituts für Luft- und Raumfahrtsysteme der TU Braunschweig. Dafür nutzen die Wissenschaftler innovative Messverfahren und Computersimulationen. Die Kombination von experimentellen und numerischen Methoden soll einen Beitrag leisten, die Vorhersagen von Schadstoffausbreitung, Wetter- und Klimaentwicklung entscheidend zu verbessern. (mehr)


