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Exzellenzinitiative: NTH geht leer aus
Das NTH-Präsidium sieht dennoch viel Potenzial in der Allianz
Die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) ist in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder leer ausgegangen. Die Graduiertenschule „NTH-School of Engineering Sciences PhDcube“, die von den NTH-Mitgliedsuniversitäten (die Technische Universität Braunschweig, die Technische Universität Clausthal und die Leibniz Universität Hannover) gemeinsam bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beantragt wurde, wird nicht mit Fördermitteln für exzellente Projekte an deutschen Hochschulen unterstützt. Das gaben die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professorin Annette Schavan, sowie die niedersächsische Wissenschaftsministerin, Professorin Johanna Wanka, und ihre rheinland-pfälzische Kollegin Doris Ahnen als Sprecherinnen der Länder bekannt. Insgesamt hatten sich die Hochschulen mit 143 Anträgen um die Förderung beworben, darunter 63 Graduiertenschulen.
„Das PhDcube-Team hat hervorragende Arbeit geleistet, musste sich aber der starken Konkurrenz beugen“, sagten die Präsidiumsmitglieder, die Präsidenten der NTH-Universitäten, Professor Thomas Hanschke, Professor Jürgen Hesselbach und Professor Erich Barke, sowie die beiden externen Präsidiumsmitglieder Professorin Dagmar Schipanski und Professor Sigmar Wittig. 38 Mitbewerber der 63 Anträge zählten zu den bereits in der ersten Phase der Exzellenzinitiative geförderten Graduiertenschulen, die in ihren Fortsetzungsanträgen den Vorteil langjähriger Erfahrung einbringen konnten.
Professor Thomas Hanschke, Vorsitzender des NTH-Präsidiums, beurteilte die Teilnahme an der Exzellenzinitiative „insgesamt positiv“. „Wir haben unser Bestes gegeben“, betonte Hanschke. Das Team habe effizient gearbeitet und hervorragende Ideen entwickelt. „In Zukunft müssen wir noch stärker darauf hinarbeiten, unser hervorragendes Potenzial in der Forschung zu nutzen und auszubauen“, sagte Hanschke.
Das Unternehmen Exzellenzinitiative sei trotz des für die Antragssteller unbefriedigenden Ergebnisses jedoch nicht vergeblich, betonte auch das NTH-Präsidium. Die Arbeit an den Anträgen habe Institute stärker zusammengebracht, standortübergreifende Teams entwickelt und den Vernetzungsprozess der NTH weiter vorangetrieben. Am Ausgang der Exzellenzinitiative darf nach Ansicht des Präsidiums zudem nicht der Erfolg der ganzen NTH festgemacht werden. Die Allianz sei wesentlich breiter aufgestellt und habe beispielsweise erfolgreich im Bundeswettbewerb zum nationalen „Schaufenster Elektromobilität“ abgeschnitten. „Der NTH-Gedanke, dass wir im Verbund stärker sind, bleibt Realität und wird weiter mit Leben gefüllt“, hieß es.


