FAQs
Was ist die NTH?
Unter dem Dach der NTH vereinen sich die natur- und ingenieurwissenschaftlich ausgerichteten Fächer der Technischen Universität Braunschweig, der Technischen Universität Clausthal und der Leibniz Universität Hannover. Die Fächergruppen und Studienangebote finden Sie hier.
Wie bewirbt man sich für die NTH?
Das Studienangebot der NTH ist den einzelnen Mitgliedsuniversitäten zugeordnet. Sie bewerben sich an derjenigen Universität, an der Ihr Wunschstudiengang angeboten wird. Bei gemeinsamen Studienangeboten bewerben Sie sich an der Universität, die als Ansprechpartnerin für den Studiengang genannt ist.
Welche konkreten Veränderungen gibt es für jetzige Studenten im Rahmen der NTH?
Die derzeit an den NTH-Universitäten eingeschriebenen Studierenden werden keine Einschränkungen in ihrem Studienalltag erfahren. Sie werden aber in vielen Studiengängen mehr Möglichkeiten haben, im Verlaufe ihres Studiums je nach Interessenschwerpunkt an den jeweils anderen Standorten Lehrveranstaltungen zu besuchen, Prüfungen zu absolvieren oder ganze Semester dort zu studieren, die dann jeweils anerkannt werden.
Sind Studierende aus den NTH-Disziplinen nun doppelt immatrikuliert?
Nein, sie bleiben ihrer jeweiligen Universität eingeschrieben. Auch in den - neu einzurichtenden - gemeinsamen Studiengängen aller Mitgliedsuniversitäten sind die Studierenden jeweils an einer der Universitäten eingeschrieben, können jedoch die auch Angebote der anderen beiden (Mensa, Bibliothek etc.) ohne Mehrkosten mitnutzen. Alle Studierenden, die in einem NTH-Fach eingeschrieben sind, sind zugleich auch Mitglieder der NTH.
Erhebt die NTH auch Gebühren von ihren Studierenden?
Eigene Studiengebühren der NTH sind nach derzeitigem Sachstand nicht geplant. Zuständig für die Gebührenerhebung sind die einzelnen Mitgliedsuniversitäten. Jede/r Studierende entrichtet die Gebühren dort, wo er/sie eingeschrieben ist. In keinem Fall müssen doppelte Studiengebühren (einmal für die NTH und einmal für die Einzeluniversität) entrichtet werden.
Wie sind die Studierendenvertretungen in den Gremien repräsentiert?
Die Studierenden sind in zwei Gremien der NTH vertreten: Im Senat der NTH und in der NTH-Studienkommission.
- Der Senat wird ein so genannter Entsendesenat sein: Die jeweiligen Senate der Mitgliedsuniversitäten entsenden eigene Vertreter aus ihren Reihen. Jeweils eine Vertreterin oder ein Vertreter der Studierenden aus jeder Universität wird dort Mitglied (zudem jeweils vier Vertreter/Vertreterinnen der Hochschullehrer und je ein Vertreter/vertreterin der Wissenschaftlichen Mitarbeiter und der Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung). Das Verhältnis beträgt hier also 12 zu 3 zu 3 zu 3 zugunsten der Hochschullehrer. (Im Vergleich dazu beträgt es 7 zu 2 zu 2 zu 2 an der Technischen Universität Braunschweig.)
- Die NTH-Studienkommission kümmert sich um alle Belange im Bereich Studium und Lehre. Hier sind die Studierenden mit 50 Prozent der Stimmen vertreten.
Auch bei allen Planungen zur NTH und zum NTH-Gesetz wurden die Studierenden mit einbezogen.
Wird es Veranstaltungen geben, für die Studierende dann an die jeweils anderen Standorte pendeln müssen?
Die Studierenden werden nicht pendeln müssen, aber bei Interesse pendeln können. Sie erhalten mit der NTH die Möglichkeit, andere Module (Lehrveranstaltungen) an anderen Standorten zu besuchen und sich diese anrechnen zu lassen. Einzelne Module oder ganze Semester werden an der jeweiligen Partneruniversität angerechnet, auch Prüfungsleistungen.
Das komplette Studienangebot wird für diejenigen, die bereits eingeschrieben sind, bestehen bleiben. Die Mitgliedsuniversitäten bieten eigenständige Studiengänge an.
Die Grundangebote bleiben bestehen. Ziel ist es, dass die Studiengänge mittelfristig durch Vertiefungsmöglichkeiten und Schwerpunktsetzung ein eigenständigeres Profil bilden. Der NTH-Prozess soll diese notwendige Profilbildung forcieren. Das dient der Verbesserung der Lehre und natürlich der Reputation der Studienabschlüsse bei den späteren Arbeitgebern.
Wie werden die Studierenden der Nicht-NTH-Fächer überhaupt bemerken, dass ihre Universität zur NTH gehört?
Studierende der Nicht-NTH-Fächer (wie Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften) werden zunächst nicht viel von der Hochschulallianz bemerken.
Zunächst stehen die Ingenieur- und Naturwissenschaften im Mittelpunkt des NTH-Prozesses, weil der Handlungsdruck hier akut war: Die parallel existierenden Fächer haben sich bisher unnötig Konkurrenz gemacht. Gemeinsam sollen sie nun ihre Attraktivität für Forschungspartner, Drittmittelgeber und natürlich auch Studierende erhöhen.
Das NTH-Gesetz ermöglicht es, dass weitere Fächer in den NTH-Kanon aufgenommen werden können. Hier wird man die Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen und dann entscheiden.





